Reader: Shop 'till you drop

Wednesday, November 11, 2009

Shop 'till you drop

Kurz bevor wir aus Eppendorf nach Suburbia zogen, war ich irgendwie froh. Froh, dass wir da wegziehen und ich demnächst eine Menge Geld sparen werde. Da haben wir nämlich mittendrin gewohnt. Umgeben von einem reizenden Laden neben dem anderen. Und man konnte gar nicht anders. Tagtäglich flüstert es da von allen Seiten kaufmich, kaufmich. In Eppendorf wohnt sozusagen der Konsum itself.

Aber nach dem ich kein ernsthaftes Konsumproblem habe, sondern einfach nur eine Frau bin – wie Millionen andere auch (gell, Mädels?) – die nun mal gerne shoppen geht und sich mit schönen Dingen umgibt, bin ich gestern mal wieder ins alte Revier gereist und habe ein bisschen „gewildert“. Wundervoll.

Planen sie demnächst einen Ausflug in die Hansestadt, kann ich Ihnen nur ans Herz legen (falls Sie über die nötigen Bargeldreserven oder Kreditkarten verfügen) in den folgenden Läden sich entweder die Nase am Schaufenster platt zu drücken oder sich dem Kaufrausch hinzugeben:


Kaufrausch. Da wären wir schon beim Thema. Da habe ich neben diversen Hübschigkeiten für drunter auch noch diesen wunderschönen Schal erstanden. Für solche Abende, an denen ich bibbernd auf dem Sofa sitze, meinen Tee mit beiden Händen umklammere und der Liebste neben mir – bereits bis auf's T-Shirt alle wärmenden Kleidungsstücke von sich geworfen – fragt, ob wir die Heizung nicht mal runter drehen könnten.

Dann war ich da. Ein verwinkelter Laden mit diversen Räumen in denen sich alte Möbel bis an die Decke stapeln. Entrümpelung? Mitnichten. Lauter Schätze, soweit das Auge blickt. Dank der ungewöhnlich unpraktischen Öffnungszeiten, sind wir zwar jeden Tag mindestens einmal auf dem Weg zum Kindergarten daran vorbei gelaufen und ich musste es beim Nase am Fenster usw. belasssen. Gestern aber – ich war auch vormittags da – bin ich einfach durch die offenen Tür geschlüpft, weil gerade eine Lieferung frischer äh... alter Möbel kam. Hocker meins, Garderobe meins. Beides für die Kinder, klar.

Den Fliegenilz habe ich schon hier gesehen. Und nachdem ich sowieso gerade in Fliegenpilz-Stimmung war, musste er auch mit nach Hause gehen. Die Verkäuferin hat ihn gnädigerweise aus der Auslage gefischt. Daran merkt man übrigens, dass man in Eppendorf ist: die Verkäufer sind noch arroganter als die Kunden ;-).

Außerdem war ich noch hier und hier und hier... aber darüber ein anderes mal mehr.


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