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Tuesday, November 10, 2009

12 von 12

Puh. Ein anstrengender 12. Oktober. Aber so trüb und feucht, wie er begann, endete er nicht. Aber von Anfang an...

Wir sind spät dran. Der Liebste klinkt sich gleich morgens aus, heute springt er auf das Familien-Karussell auf und hat eine Zwangsverabredung mit der Kloschüssel. Der Arme. Wir stehen im Stau, es regnet und das Töchterlein und ich können uns nicht so recht auf die passende musikalische Untermalung im Auto einigen. Wir schalten aus, quälen uns an Straßensperrungen vorbei über Umwege in die City. Termin bei der Heilpraktikerin. Irgendwer muss uns ja jetzt mal helfen.

Dach und Regenverdeck für den Buggy zu Hause vergessen, zum Glück noch einen Regenschirm im Auto gefunden (da findet man übrigens so einiges). Zum Glück sind wir pünktlich und der Regen verpieselt sich langsam.

Das Quartier zeigt sich plötzlich modern vor strahlend Blau, als würde es den Regen verschweigen wollen. Waas, hiiier? Schlechtes Wäääätter? Niiiiemals.

Danach um die Ecke noch ein bisschen gesund shoppen.

Viel Glas, viel Stahl, viel teuer – soweit das Auge reicht. Schnell zurück zum Auto, on the road to Suburbia.

Mühevoll halte ich das kleine Ding wach, sie fällt zu Hause dankbar in die eigenen Federn und schlummert ein friedliches Mittagsnickerchen. Während dessen bereite ich dem Liebsten eine kleine Zwischenmahlzeit. Der Arme!!

Nach dem ich das gröbste Chaos auf leisen Sohlen beseitigt habe (Mann und Kind schlummern seelig), wecke ich das kleine Piraten-Ding (T-Shirt übrigens selbst genäht, Schnitt ZOE von Farbenmix, Applikation aus der Seemannstattoos-Serie von Gretelies bei Kunterbunt-Design), verabreiche eine kleine Piratenmahlzeit und wir eilen zum Kindergarten, den großen Bruder einsammeln. Für den Nachmittag hat Mutter Hamburger Liebe etwas Zerstreuung für den krankheitsgeplagten Nachwuchs eingeplant.


Ähem, wozu auf Karnevall warten? Jeder Tag fordert zum Kampf, man muss in Rüstung äääh... gerüstet sein.

Hä!? Im Internet? Und ich dachte, ich präsentiere meinen Kindern mal was Handfestes tststs...

Ach so. Der Raum heißt Internet. Wie originell. Weniger originell finden wir das allerdings oben angekommen. Der Raum ist zu klein. Kleiner als gedacht. Eltern müssen draußen bleiben, kein Platz. Ich frage das große Kind Willst du trotzdem? und ehe ich meinen Mund verschließe schnappt er sich unsere (gemeinsame) Popcorn-Tüte und eilt in die erste Reihe. Weg. Nun gut. Das kleine Ding und ich weilen dann eben 45 Minuten auf dem Flur, hören Kinder laut Hurraaa rufen und stellen uns eben vor, was Kasper und Seppl, der Wachtmeister, die Großmutter und der Räuber Kilian so da drin machen. Man darf sich nur nicht die Laune verderben lassen. Später erfahren wir ja quasi in Puzzleteilen die aufregende Handlung und können uns selbst einen Reim darauf machen.

Zur Entschädigung gibt's für die Süßlinge noch ein paar Blinkdinger (ein echter Ankommer, wie immer) und frische Waffeln mit Puderzucker im dörflichen Rentner-Café. Mein Magen funktioniert immer noch nur auf Sparflamme, ich halte mich an einer (gräußlich schmeckenden) Tasse Kaffee fest. Aber die Kinderaugen leuchten und das lässt diesen ganzen Heckmeck der vergangenen Wochen vergessen.

Danke für's Gucken! Falls Sie noch weitere 12 von 12 bewundern wollen – Frau Kännchen hat freundlicherweise Mr. Linky engagiert!

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